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Kristallreich Furka (Uri)

Um die wunderschönen, Schweizer Rauchquarze zu bergen, braucht es nicht nur viel Glück, sondern auch alpinistisches Können. Ein Besuch in der Furkaregion in Uri gibt einen Einblick.

Die Schweiz ist weltberühmt für wunderschöne Quarzkristalle, als weisse Bergkristalle und als Rauchquarze. Diese stammen aus den zentralen Alpen, welche von steilen Granit-Bergen dominiert werden. Hier sind auch die „Strahler“, die Schweizer Kristallsucher unterwegs. Dass die Kristallsuche keine einfache Sache ist, kann man sich anhand der Bilder schroffer, senkrechter Felswände denken. Doch wie wird nach Kristallen gesucht oder „gestrahlt“? Die Hohlräume mit Kristallen werden Klüfte genannt, sogenannte Zerrungen im soliden Granit. An diesen zeigt der Granit oft auffällige Einbiegungen – diese sind hilfreiche Merkmale, um auf ein Vorkommen von Klüften zu schliessen. Sind solche entdeckt, beginnt der anstrengende, aber auch heikle Prozess der Bergung – man will ja keine Kristalle beschädigen. Die Kristallsuche ist in den Alpen je nach Gemeinde oder Kanton unterschiedliche geregelt. In der Regel ist sie bewilligungspflichtig.
Zwei offene Klüfte im Aaregranit. Erkennbar ist das typische Einbiegen der Schieferung (rechts) im Bereich der Klüftung.
Eine teils freigelegte Kluft. Manchmal kann sehr viel Schutt oder Lehm den Zugang bedecken. Immerhin: Einzelne Rauchquarz-Fragmente sind zu erkennen.
Die Südostwand des Gross Bielenhorn. Die vielen waagrechten Risse in der Wand sind Klüfte. Die alpintechnisch ganz versierten Strahler bewegen sich auch an diesen Orten.
Kristall-Prospektion in prächtiger Bergkulisse.